Ratgeber
Welche Angaben ein Cover-Designer braucht – mit einer Vorlage zum Kopieren für Ihre Anfrage.
Für ein Cover braucht ein Designer fünf Dinge: Titel mit Untertitel und Autorenname, Genre und Zielgruppe, eine Beschreibung des Inhalts, zwei bis drei Vergleichstitel und die technischen Eckdaten des Buchs. Fehlt eines davon, entstehen Entwürfe auf Verdacht, und die kosten beide Seiten eine zusätzliche Runde.
Die Liste ist kurz, weil sie das Briefing nicht zur Hürde machen soll. Wer nur Titel und Untertitel hat, kann trotzdem anfragen. Je mehr der fünf Punkte vorliegen, desto genauer wird schon der erste Entwurf.
Titel, Untertitel und Autorenname in der endgültigen Schreibweise. Ändert sich der Titel später, ist das Cover neu zu setzen. Gerade bei langen Untertiteln entscheidet die Länge über die Gestaltung.
Genre und Zielgruppe. „Roman“ reicht nicht. Ein historischer Roman für Leser ab fünfzig verlangt eine andere Anmutung als ein Thriller für Pendler. Nennen Sie auch, wo das Buch verkauft wird: Buchhandel, Amazon, Messe oder Direktvertrieb. Das bestimmt, wie das Cover im Thumbnail wirken muss.
Worum es geht. Der Klappentext oder eine Zusammenfassung in fünf bis zehn Sätzen genügt. Wichtig sind Schauplatz, Zeit und Grundstimmung, nicht der Handlungsverlauf. Bei Sachbüchern: Problem, Lösung, Leser.
Verwendbares Material. Gibt es ein Foto, ein Logo, eine Reihe mit festem Erscheinungsbild? Dann bitte mitschicken, mit Hinweis, ob die Rechte geklärt sind.
Vergleichstitel. Zwei bis drei Bücher, die in Optik oder Anmutung als Vorbild dienen, am besten aus demselben Genre. Das ist die schnellste Art, Geschmack zu übersetzen, weil niemand Gestaltung in Worten beschreiben muss. Sagen Sie dazu, was Ihnen daran gefällt, und ebenso, was nicht.
Stimmung in drei Wörtern. Zum Beispiel „ruhig, klar, literarisch“ oder „laut, bunt, ironisch“. Drei Wörter reichen, mehr verwässert eher.
No-Gos. Farben, Motive oder Schriften, die auf keinen Fall vorkommen sollen. Das spart Entwürfe, die ohnehin verworfen würden.
Vorstellung des Autors. Hat der Autor eine konkrete Idee, ist das kein Hindernis, sondern eine Abkürzung. Eine Skizze auf Papier reicht, sie muss nicht gestaltet sein.
Diese Daten legen fest, wie groß das Cover wird und wo Elemente sitzen dürfen:
Sind diese Angaben noch nicht geklärt, ist das kein Grund, mit der Anfrage zu warten. Die Entwürfe können ohne sie beginnen, nur die endgültige Druckdatei braucht sie.
Kopieren Sie den Text in Ihre Mail und ergänzen Sie, was Sie wissen. Nicht ausgefüllte Zeilen können Sie stehen lassen.
Titel: Untertitel: Autor/in: Genre: Zielgruppe: Vertrieb (Buchhandel, Amazon, Messe …): Worum es geht (5–10 Sätze oder Klappentext): Vergleichstitel (2–3, mit Hinweis, was gefällt): Stimmung in drei Wörtern: No-Gos (Farben, Motive, Schriften): Format (mm) und Einband: Seitenzahl (geschätzt oder fest): Druckerei/Anbieter: ISBN vorhanden (ja/nein): Reihe oder bestehende Bände: Material (Fotos, Logo, Rechte geklärt?): Wunschtermin:
Die Realität sieht oft anders aus: Manchmal liegt nur ein Titel vor. In dem Fall frage ich gezielt nach den Punkten, die den Entwurf am stärksten beeinflussen: Genre, Zielgruppe und Stimmung. Alles Weitere lässt sich im Lauf der Entwürfe klären.
Muss ich den kompletten Text des Buchs schicken? Nein. Eine Zusammenfassung oder der Klappentext reicht in der Regel. Wer das Manuskript lieber teilen möchte, kann das tun, es ist aber keine Voraussetzung.
Was, wenn ich noch keine Vorstellung habe? Dann sind die Vergleichstitel der beste Einstieg. Sammeln Sie drei Bücher aus dem Regal oder Online-Shop, deren Cover Sie ansprechen.
Ab wann beginnt die Arbeit? Nach der Anfrage und einer kurzen Abstimmung zum Umfang. Den genauen Ablauf finden Sie unter Prozess, den Einstieg unter Projekt anfragen.
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Titel, Thema, Umfang und Wunschtermin — mehr brauche ich für eine erste Einschätzung nicht. Antwort in der Regel innerhalb von zwei Werktagen, unverbindlich und kostenfrei.
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